Gashybridheizungen

Was ist eine Hybridheizung?

Sie kombiniert zwei Energiequellen zur Wärmegewinnung: Gas und eine Solarthermieanlage, Wärmepumpe oder Pelletheizung.

Welche Vorteile bietet die Hybridheizung?

  • Mehr Energieeffizienz
  • Weniger Betriebskosten, da der Bedarf an fossilen Brennstoffen sinkt
  • Höhere Umweltverträglichkeit, da zeitweise mit Erneuerbaren geheizt wird
  • Häufig flexible Erweiterbarkeit durch modularen Aufbau
  • Hohe Förderungen bis zu 50 Prozent

Wie funktioniert eine Hybridheizung?

Gas-Brennwertkessel fangen in den kalten und sonnenlosen Zeiten den Energiemangel auf, da erneuerbare Energie nicht immer im gleichen Maße zur Verfügung steht.

Die Grundlast wird von Solarthermie/Wärmepumpe/Pelletheizung getragen, zu Spitzenzeiten schaltet sich automatisch Gas dazu.

Dem Warmwasser- oder Pufferspeicher wird aus den vorhandenen Quellen bedarfsgerecht Energie zugeführt. Dort wird die erzeugte Wärme „gelagert“ und dann dem Heizkreislauf zugefügt.

Was genau wird gefördert?

Die Förderung (z.B. 40%) kann bei einer Komplettlösung vom kompletten Bruttopreis inklusive aller Anlagen, Montage, Peripheriegeräte, Förderantragsunterstützung usw. abgezogen werden.

Wie fällt die Förderung aus?

Wechsel von Gasheizung auf: Förderung:
Gasbrennwertheizung „renewable ready“ * 20 %
Gas-Hybridheizung 30 %
Erneuerbaren-Hybridheizung (z.B. Wärmepumpe + Solarthermie) 35 %
Im Rahmen eines individuellen Sanierungsfahrplans +5 %
Wechsel von Ölheizung auf: Förderung:
Gasbrennwertheizung „renewable ready“ * 20 %
Gas-Hybridheizung 40 %
Erneuerbaren-Hybridheizung 45 %
Ölheizung + Solarthermie (nur auf die Solarthermieanlage) 30 %
Im Rahmen eines individuellen Sanierungsfahrplans +5 %

* „renewable ready“: Für eine neue Gasbrennwertheizung gibt es keine Förderung. Wird diese jedoch innerhalb von zwei Jahren zu einer Hybridheizung erweitert, gibt es 20 Prozent der förderfähigen Kosten erstattet. Das bedeutet allerdings, dass bereits bei der Installation der Gasheizung die Erweiterung zur Hybridheizung eingeplant sein muss. Sie muss also bereit sein ("ready"), für die erneuerbare Wärmequelle.

Wie wird eine Hybridheizung gesteuert?

Ein intelligentes Steuermodul regelt die Funktionen normalerweise automatisch. Das kann man oft so einstellen, dass die Anlage energetisch optimiert, kostenoptimiert oder temperaturabhängig läuft.

Welche Kombinationen gibt es?

Gas + Wärmepumpe
Vorteile: • Hohe CO2-Einsparung
• Niedriger Preis
Nachteile: • Wärmepumpe braucht Strom
• Ohne Ökostrom: höherer CO2-Fußabdruck
• Wärmepumpe i.d.R. im Neubau in Niedrigenergiebauweise sinnvoll
Gas + Solarthermie
Vorteile: • Niedriger Preis
• Sehr hohe Energieeffizienz
• Bewährte und sichere Technik
• Kein Brennstofflager nötig
Nachteile: • CO2-Fußabdruck bei Bezug von konventionellem Erdgas höher
• Abhängigkeit von Gaspreisentwicklung
Solarthermie + Pelletheizung
Vorteile: • Nahezu CO2-neutral
• Hohe Wirkungsgrade
• Hoher Automatisierungsgrad
Nachteile: • Hoher Wartungs- und Pflegeaufwand
• Hohe Investitionen
• Nur mit Pellets aus der Region nachhaltig

Weitere Informationen

Ihre Fragen beantworten wir gern.

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Michael Freitag
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